Mit Kot, bzw. der Verdauung, haben erfahrungsgemäß öfter Hunde als Katzen Probleme. Bei vielen Hundehalter:innen ist der Kot des eigenen Tieres ein tägliches Thema. Andere wiederum nehmen weichen Kot gar nicht als solchen wahr, weil es „schon immer so war“. Es wird teilweise schon als „normal“ gesehen.

Wenn du dir unsicher bist, kannst du dir das nummerische System, die Bristol-Skala, zur Hilfe nehmen, um den Kot zu bewerten. Dabei werden Typ 3 und Typ 4 als ideal angesehen.
Wenn dein Hund eher weichen Kot hat, kann das natürlich viele Ursachen haben:
eine kürzliche Futterumstellung, zu viele Innereien oder bindegewebsreiche Futtermittel, viele Kauartikel, zu wenige oder zu viele Faserstoffe, Parasiten wie Giardien oder Würmer, evtl. verunreinigtes Wasser getrunken, Magen-Darm-Erkrankung, Unverträglichkeiten, Allergien, Stress/Angst, Nebenwirkungen von Medikamenten, Temperaturumschwung,…
Was aber auch sehr unangenehm für das Tier sein kann, ist harter Kot. Mögliche Ursachen gibt es viele:
zu viele Knochen in der Fütterung, evtl. auch zu viele Kauknochen, das Tier trinkt zu wenig, zu wenig Ballaststoffe in der Fütterung, keine ausreichende Bewegung, blockierte Analdrüsen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Stoffwechselerkrankungen,… Es kann zu einem Darmverschluss kommen, was lebensbedrohlich sein kann!
Auch treten bei Hunden häufiger Schleimablagerungen auf dem Kot auf. Wenn es nur ab und zu ist und nicht sonderlich viel, ist es in der Regel kein Grund zur Beunruhigung, da sich die Darmschleimhaut permanent reguliert und daher schon mal etwas Schleim zu sehen sein kann. Es kommt auf die Menge an. Auch bei Futterumstellungen, schwer verdaulichen Futterkomponenten, Allergien oder Unverträglichkeiten kann es schonmal zu Schleimablagerungen kommen.
Die Farbe des Kots kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Ich habe nur einige Beispiele und mögliche Ursachen aufgelistet:



Wenn du ein Fertigfutter fütterst, welches Farbstoffe enthält, können diese den Kot auch verfärben.
Es kann auch vorkommen, dass der Kot in „verschiedene Abschnitte“ geteilt ist und jeder Abschnitt eine andere Farbe aufweist und dass nur ein Teil der Wurst mit Schleim bedeckt ist.
Die Kotmenge kann ebenfalls einiges über das Futter aussagen. Sie kann sehr viel Aufschluss darüber geben, wie es zusammengestellt ist. Hochverdauliches Futter enthält hochwertige tierische Proteine, wenig Füllstoffe und einen moderaten Anteil an Ballaststoffen. Je hochverdaulicher das Futter ist, desto kleinere Kotmengen, da die Nährstoffe sehr gut aufgenommen und verwertet werden können. Je geringer die Verdaulichkeit eines Futters ist, desto größer ist auch die Absatzmenge. Das bedeutet, je mehr bindegewebsreiche Komponenten, (Pseudo)Getreide, Faserstoffe oder andere Füllstoffe im Futter enthalten sind, desto größere Mengen müssen wieder ausgeschieden werden, da sie für den Körper keinen Mehrwert liefern und unverdaut wieder ausgeschieden werden.
Folglich setzen zum Beispiel gebarfte Tiere deutlich weniger Kot ab als Tiere, welche ein Fertigfutter bekommen, da beim BARF hauptsächlich hochverdauliche Futterkomponenten zum Einsatz kommen und nichts „unnötiges“.
Die Häufigkeit des Kot Absetzens ist für viele Tierbesitzer:innen auch interessant. Eine Faustregel besagt, dass 1-3x täglich als „normal“ gilt. Dabei spielen aber mehrere Faktoren eine Rolle:
Je öfter du dein Tier fütterst, desto öfter wird in der Regel auch Kot abgesetzt. Dabei zählen auch Snacks zwischendurch. Außerdem hat es einen Einfluss, wie viel sich dein Tier bewegt, da bei viel Bewegung die Darmperistaltik anregt wird. Daher setzen ältere Tiere meist nicht mehr ganz so häufig Kot ab. Sie fressen meist nicht mehr ganz so viel und bewegen sich weniger. Aber auch Stress schlägt vielen Tieren auf den Magen, sodass sie häufiger raus müssen.
Viele Tiere markieren auch gerne mit ihrem Kot. Oft bevorzugt auf erhöhten Stellen. Einfach, um nochmal eine besondere Duftnote zu hinterlassen, wenn es „besonders wichtig“ ist. ;-)
Es kann auch vorkommen, dass der Kot anders riecht als sonst. Eventuell etwas säuerlicher. Auch das kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. In vielen Fertigfuttern sind allerdings Zusätze drin, die dafür sorgen, dass der Kot eine gute Konsistenz hat und nicht zu doll riecht. Dann wird es schon schwieriger festzustellen, wenn etwas mit dem Darm nicht in Ordnung ist.
Wenn du Auffälligkeiten im Kot deines Tieres feststellst, überprüfe am besten erst einmal, ob es eine einmalige Sache aufgrund einer Fütterungsart oder Futterumstellung war oder es tatsächlich häufiger auftritt. Dann solltest du es unbedingt tierärztlich abklären lassen.