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Hier dreht sich alles um die Ernährung von Hund und Katze

Wie bereits in meinem Beitrag „Wie eine BARF-Mahlzeit aufgebaut ist“ erwähnt, benötigst du für eine bedarfsdeckende Mahlzeit 2-3 Zusätze: ein gutes Öl, Seealgenmehl und evtl. Dorschlebertran.
Auf Öl und Seealgenmehl bin ich bereits eingegangen. Kommen wir nun also zum Dorschlebertran.

Hunde und Katzen sind auf Vitamin D aus der Nahrung angewiesen, da sie es nicht (oder kaum) über die Haut aufnehmen können. Da Fleisch aber sehr wenig
Vitamin D enthält, solltest du deinen Hund, bzw. deiner Katze 1x wöchentlich Fisch statt der gleichen Menge Muskelfleisch geben. Fisch enthält neben Vitamin D außerdem noch viele weitere Vitamine, Spurenelemente und essenzielle Fettsäuren.

Allerdings ist nicht jeder Fisch zur ausreichenden Vitamin D-Versorgung geeignet. Am besten eignet sich fettreicher Seefisch, z.B. (Wild)Lachs, Forelle, Sprotte, Makrele, Sardine oder Hering. Fische aus Wildfang haben nochmal etwas mehr Vitamin D als Zuchtfische.
Worauf du auf jeden Fall achten solltest ist, dass der Hersteller eine Schadstoffanalyse angibt, denn viele Fische sind schwermetallbelastet.
Außerdem enthalten manche Fischsorten das Enzym Thiaminase, welches das wertvolle Vitamin B1 zerstört. Thiaminasehaltige Fische sind zum Beispiel Sardine und Hering. Thiaminasefreie Fische sind zum Beispiel (Wild)Lachs, Forelle, Dorsch, Makrele, Rotbarsch oder Thunfisch. Wenn du nur ab und zu einen thiaminasehaltigen Fisch fütterst, ist es nicht weiter schlimm. Wenn du ihn aber regelmäßig fütterst, empfehle ich dir ihn zu dünsten, da Thiaminase nicht hitzebeständig ist und sie so zerstört wird. Die Vitamine A und D sind dagegen hitzestabil und bleiben erhalten. Wenn du den Fisch regelmäßig roh fütterst, solltest du Vitamin B1 ergänzen, da es sonst auf Dauer zu einem Mangel kommen kann.

Die meisten Hunde und auch Katzen mögen Fisch sehr gerne. Aber was machst du wenn nicht? Dann kannst du auf Dorschlebertran zurückgreifen. Er wird aus der Fischleber gewonnen und enthält neben den essenziellen Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA vor allem die fettlöslichen Vitamine A und D, welche im Lebertran im optimalen Verhältnis zueinander stehen. Dorschlebertran solltest du gut dosieren, denn die Vitamine A und D sind fettlöslich und können daher überdosiert werden!

Sollte dein Tier keinen Fisch vertragen, und somit auch keinen Dorschlebertran, kannst du auch auf Vitamin D Tropfen oder Tabletten aus der Apotheke zurückgreifen. Dabei solltest du aber unbedingt auf die Dosierung achten! Viele Präparate sind sehr hoch dosiert, sodass du wirklich wenig benötigst, besonders bei einem kleinen Hund oder einer Katze.

Allgemeines zu Dorschlebertran: Er sollte nach Anbruch der Flasche im Kühlschrank gelagert und innerhalb 8 Wochen verbraucht werden, da er sonst ranzig wird. Besser ist Dorschlebertran, dem Vitamin E als natürliches Antioxidans zugefügt wurde. Das macht ihn etwas länger haltbar. Außerdem solltest du darauf achten, dass der Hersteller eine Schadstoffanalyse angibt, da viele Fische schwermetallbelastet sind.

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